Quasi-moderner Minnesang?

Hallo!

Quasi-moderner Minnesang? Was ist das denn nun schon wieder? Minnesang kennt man ja noch aus der Schule, da lernte man einen Walther von der Vogelweide (genau, der mit dem Unter der Linden…) oder einen Wolfram von Eschenbach (Parsival) kennen.

Aber quasi-modern?

Nun… diese Assoziation hatte ich, als ich “Every Rose has its thorn” von Poison anhörte. Sicher, dieses Lied ist kein allzu fröhliches und der hier “Minne” singende ist alles andere als erfolreich, aber trotzdem erscheint mir dieses Lied doch recht gut unter Minnesang (natürlich etwas moderner interpretiert) subsumiert werden zu können.

Hier ein Vergleich von altem und neuem Minnesang, auf dass jeder selbst entscheiden möge, ob man das so sehen kann…! Viel Spaß!

We both lie silently still
In the dead of the night
Although we both lie close together
We feel miles apart inside

Was it something I said or something I did
Did my words not come out right
Though I tried not to hurt you
Though I tried
But I guess that’s why they say

Every rose has it’s thorn
Just like every night has it’s dawn
Just like every cowboy sings his sad, sad song
Every rose has it’s thorn

Yeah it does

I listen to our favorite song
Playing on the radio
Hear the DJ say love’s a game of easy come and
Easy go
But I wonder does he know
Has he ever felt like this
And I know that you’d be here right now
If I could have let you know somehow
I guess

Every rose has it’s thorn
Just like every night has it’s dawn
Just like every cowboy sings his sad, sad song
Every rose has it’s thorn

Though it’s been a while now
I can still feel so much pain
Like a knife that cuts you the wound heals
But the scar, that scar remains

I know I could have saved a love that night
If I’d known what to say
Instead of makin’ love
We both made our separate ways

But now I hear you found somebody new
And that I never meant that much to you
To hear that tears me up inside
And to see you cuts me like a knife
I guess

Every rose has it’s thorn
Just like every night has it’s dawn
Just like every cowboy sings his sad, sad song
Every rose has it’s thorn

Under der linden
an der heide,
dâ unser zweier bette was,
dâ muget ir vinden
schône beide
gebrochen bluomen unde gras.
vor dem walde in einem tal,
tandaradei,
schône sanc diu nahtegal.

Ich kam gegangen
zuo der ouwe:
dô was mîn friedel komen ê.
dâ wart ich empfangen
hêre frouwe
daz ich bin sælic iemer mê.
kust er mich? wol tûsentstunt:
tandaradei,
seht wie rôt mir ist der munt.

Dô hete er gemachet
alsô rîche
von bluomen eine bettestat.
des wirt noch gelachet
inneclîche,
kumt iemen an daz selbe pfat.
bî den rôsen er wol mac
tandaradei,
merken wâ mirz houbet lac.

Daz er bî mir læge,
wesse ez iemen
(nu enwelle got!), so schamte ich mich.
wes er mit mir pflæge,
niemer niemen
bevinde daz wan er und ich
und ein kleinez vogellîn:
tandaradei,
daz mac wol getriuwe sîn.

 

Ein schönes Wochenende,
auf bald,
Ihre/Eure Allics

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