Hyazinthen – ein Herbstgedicht

Hallo zusamen,

heute wirklich nur mal kurz, mir geht’s nicht sonderlich gut. Ist auch kein Wunder, bei diesem Wetter, das überhaupt nicht weiß, was es will.

Nun denn – was will ich Euch/Ihnen heute mitteilen? Ein – meiner Meinung nach – wunderschönes Gedicht, das von einem Mann und einer Frau erzählt (meine Interpretation), die sich sehr konträr gegenüberstehen. Der eine passiv, die andere akitv. Der eine sich sehnend, die andere … nunja… lest selbst!

Hyazinthen

Fern hallt Musik; doch hier ist stille Nacht,
Mit Schlummerduft anhauchen mich die Pflanzen.
Ich habe immer, immer dein gedacht;
Ich möchte schlafen, aber du mußt tanzen.

Es hört nicht auf, es rast ohn Unterlaß;
Die Kerzen brennen und die Geigen schreien,
Es teilen und es schließen sich die Reihen,
Und alle glühen; aber du bist blaß.

Und du mußt tanzen; fremde Arme schmiegen
Sich an dein Herz; o leide nicht Gewalt!
Ich seh dein weißes Kleid vorüberfliegen
Und deine leichte, zärtliche Gestalt. – –

Und süßer strömend quillt der Duft der Nacht
Und träumerischer aus dem Kelch der Pflanzen.
Ich habe immer, immer dein gedacht;
Ich möchte schlafen, aber du mußt tanzen.

[Theodor Storm]

Mit den besten Grüßen von der Couch,

Ihre/Eure Allics

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s