Wer’s glaubt, wird seelig – eine kleine Nachkritik

Am Freitag war es wieder einmal so weit: mein Freund (er möge mir das folgende bitte nicht Übel nehmen! ;-)) schleppte mich in einen Kinofilm. Im Vorfeld hatten wir darüber gerdet, welcher Film zur Auswahl stünde… es waren einige. Deswegen beschlossen wir, dies kurzfristig zu entscheiden. Meine Wahl wäre – hätte ich etwas gesagt – anders ausgefallen. Da ich aber Hunger hatte und zurückhaltend bin, stimmte ich dem neuen Rosenmüller Film „Wer’s glaubt, wird seelig“ zu. Trotz meiner großen Abneigung gegenüber Christian Ulmen.

Hier eine kleine Zusammenfassung:
Georg (C. Ulmen), ein Hamburger, der sich der Liebe wegen nach Hollerbach, einem kleinen Dorf vermutlich in Oberbayern, verirrt hat, muss den Tod seiner etwas schrulligen, zutieft religiösen Schwiegermutter Daisy (H. Elsner) verdauen, oder besser gesagt: bezahlen. Diese hat sich ein Begräbnis im Stile einer Heiligen gewünscht, mit allem, was dazugehört – was für Georg und seine Frau Emilie (M. Leuenberger) unbezahlbar ist.
Deswegen heckt Georg gemeinsam mit einigen anderen Dörflern (allesamt Männer) einen Masterplan aus, wie man die Beerdigung finanzieren könnte und gleichzeitig das Dorf vor dem finanziellen Ruin bewahren könnte: Daisy muss heilig gesprochen werden!

Mehr möchte ich nicht verraten, denn dieses Spektakel an Komik kann man durchaus jedem empfehlen, der seine Freude an Filmen im Stile eines Bully Herbig (Der Schuh des Manitu, (T)Raumschiff Surprise) hat. Die Darsteller, v.a. Hannelore Elsner als Greisin, die ihr Heil in der Religion gefunden hat, und Fahri Yardin in einer Doppelrolle als römischer Monsignore/dessen Bruder, sind so köstlich, dass man diesen Film einfach lachend, wenn nicht brüllend verbringt.

Sicherlich kann man dem Film stereotype Charaktere und mangelnden Tiefgang vorwerfen. Aber ein Grundthema hat der Film: Religion kann zum Geschäft werden, und mag es nur aus Geldnot heraus sein. Rosenmüller schafft es, diese Kritik, die es nicht erst seit Tebartz-van Els, dem Limburger Bischof, gibt, sondern seit Luther und dem Bau des Petersdomes, im Gewandt der Komödie darzustellen. Mein Kritikpunkt: diese Kritik hätte man vertiefen können und durchaus etwas ernster behandeln können.

Mein Fazit zu diesem Film: Christian Ulmen werde ich in diesem Leben nicht mehr mögen lernen. Der Film an sich ist gelungen und garantiert einen unterhaltsamen Kinoabend!

 

Bis bald,

Ihre/Eure Allics

 

P.S.: Für nähere Informationen zu diesem Film, vgl. IMDB.

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