Tagesrapport – und immernoch nicht fertig!

Hallo,
meine Zeit ist begrenzt, zu viele Arbeiten warten heute noch auf mich! Deswegen nur kurz, was mich schon wieder zum Weiterarbeiten drängt.

Nach frühem Aufstehen stand Hausarbeit auf dem Programm, das Renovieren fordert schließlich einen gewissen Tribut. Überall Staub, Tapetenfetzen, Altpapierstapel, die schon längst weggeräumt sein könnten. Dem nicht genug, heute fiel die nächste Entscheidung in Sachen Tapeten, auch zwei weitere Räume sollen renoviert werden, ergo: diese müssen geräumt und entrümpelt werden. Gesagt, getan! Schreibtisch ausmisten (was sich da alles ansammelt!), Schränke durchforsten und Wände von all den Postern, Postkarten und Karten befreien. Danach wiederum saubermachen, zur Auflockerung mal Nüsse im Garten zusammenlesen, sich an Brenneseln verbrennen und vor Kleintieren erschrecken. Für mich ist das alles ein großer Spaß. Klar, nochmehr Spaß macht es natürlich, zu planen, wie die Räume später einmal auszusehen haben. Begeistern tut mich die Arbeit, die sicherlich nicht immer schön ist (wohin mit all den Möbeln, wenn überall renoviert wird? Lösungsmitteln am ganzen Körper zu haben, v.a. in den Augen, ist NICHT angenehm!), mehr als erwartet. Morgen muss die Arbeit leider ruhen. Es geht nach Nürnberg. Deswegen schnür ich schnell die Laufschuhe, laufe eine Runde und mache mich an die restlichen Aufgaben für heute!

Auf bald,

Ihre/Eure Allics

P.S.: Weil das Wetter so wunderschön ist, hier noch ein kurzes Gedicht, das auf meisterliche Art und Weise den (bevorstehenden) Übergang des Spätsommers in den Herbst mit einer Remineszenz an Vergangenes und Kommendes verbindet!

Spaziergang am Herbstabend

Wenn ich abends einsam gehe
Und die Blätter fallen sehe,
Finsternisse niederwallen,
Ferne, fromme Glocken hallen:

Ach, wie viele sanfte Bilder,
Immer inniger und milder,
Schatten längst vergangner Zeiten,
Seh ich dann vorübergleiten.

Was ich in den fernsten Stunden,
Oft nur halb bewusst, empfunden,

Dämmert auf in Seel‘ und Sinnen,
Mich noch einmal zu umspinnen.
Und im inneren Zerfließen
Mein ich’s wieder zu genießen,

Was mich vormals glücklich machte,
Oder mir Vergessen brachte.

Doch, dann frag ich mich mit Beben:
Ist so ganz verarmt dein Leben?

Was du jetzt ersehnst mit Schmerzen,
Sprich, was war es einst dem Herzen?

Völlig dunkel ist’s geworden,
Schärfer bläst der Wind aus Norden,

Und dies Blatt, dies kalt benetzte,
Ist vielleicht vom Baum das letzte.

[Christian Friedrich Hebbel, 1813-1863]

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