Revenue

Hallo!

Nun denn – auch die kurzweiligste Reise neigt sich dann und wann ihrem Ende entgegen und der Alltag fängt den Reisenden wieder ein. So auch mich…

Florenz war das Ziel dieses Städte-Kultur-Tripps, ein durchaus länger gehegter Wunsch, der endlich erfüllt wurde.
Nach längerer, aber angenehmer Zugfahrt erreichten wir Firenze am frühen Morgen. Nach einem kurzen Café (Café meint hierbei einen Espresso) ging es auf in die Stadt, die ihres gleichen sucht. Noch ohne Touristenströme, dafür mit vielen Florentinern, die ihre Stände aufbauten, erkundeten wir die Stadt. Kaum zu glauben, aber wahr: Florenz ohne Touristen kann fast bedrückend leer wirken…

Der erste Höhepunkt war der Dom – oder soll ich eher sagen: der erste Schock in einer Reihe nicht enden wollender Schocks, die mir diese Stadt verabreichte? Über und über geschmückt mit schönstem Carrara-Marmor, der auf den ersten Blick nichts schönes an sich hat, stand man dort mit offenem Mund. Schockstarre machte sich breit. Wie soll man solch einen Bau fassen? Wie?
Jaja, die Renaissance vollbrachte schon wahre Meisterwerke… aber das tun die Italiener bis heute; sie scheffeln mit Religion Geld, dass man sich wundert, wo denn – um Himmels Willen – der Unterschied zwischen Religion und Kommerz liegen mag: Der Besuch von so mancher Kirche, und sei sie noch so „unbedeutend“, kostete Geld und einiges an Geduld für die Schlange. Andererseits: Das Warten lohnte sich ausnahmslos!

Apropos Warten: Florenz ist weitaus erträglicher, wenn man bereit ist, seine Eintrittskarten zu Museen u.ä. zu etwas teureren Konditionen (zumeist 4€) zu kaufen. So erspart man sich das Warten.

Was habe ich überhaupt angesehen? Die Klassiker Dom, Santa Croce, Santa Maria Novella, Orsanmichele, den Bargello, die Uffizien, die Accademia, die Loggia dei Lanzi, den Palazzo Pitti und noch einiges mehr, was unbekannter ist.
Es ist jedem selbst überlassen, was er sich ansieht und es hängt sicherlich vom persönlichen Geschmack ab, ob die gotische Kunst, die im Obergeschoss der Accademia gezeigt wird gefällt, oder doch eher die Fassadengestaltungen eines Leon Battista Alberti wie etwa in Santa Maria Novella – aber jeder/jedem Florenzreisendem sollte bewusst sein, dass Florenz keine leichte Stadt ist. Leicht in dem Sinne, als dass es Mut braucht, sich auf diese Stadt, die wie keine andere von der Renaissance lebt, sie repräsentiert, einzulassen. Macht man dies nicht, so wird es schwer, einen Zugang zu dieser kleinen, quirligen Stadt zu finden.

Mein Tipp: Man bewaffne sich mit einem kleinen Stadtplan, Rucksack, der etwas Wasser, ein wenig Nahrung und für alle Notfälle ein Pflaster-Blasen-Set enthält, mache sich auf den Weg durch diese Stadt und nimmt sich die Zeit auch außerhalb des Centro Storico und des Dombezirks nach schönen Ecken wie etwa den Boboli-Gärten oder der Oblaten-Bibliothek (ein Geheimtipp! Wo, wird nicht verraten, aber unbedingt suchen – es lohnt sich😉 ) zu suchen.

Ich für meinen Teil werde wieder kommen und mich dann in aller Ruhe in der florentinischen Leder-Schule verlustieren…

Auf bald,
Ihre/Eure Allics

Ein Gedanke zu “Revenue

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