Blasmusikpop

Hallo!

Blasmusikpop? Was ist das denn bitteschön? Ist das so was wie Claudia Koreck, Stefan Dettel oder …?
Nein. Blasmusikpop ist meine aktuelle Lektüre. Und ich muss sagen: es ist gut. So gut sogar, dass ich mir denke: Ein Spontankauf hat durchaus seine Rechtfertigung!

Blasmusikpop erzählt die Entwicklung eines kleinen Alpendorfs, fern größerer Städte, abgeschieden von nachhaltigen Modernisierungstendenzen. Im Mittelpunkt steht dabei zunächst Johannes Gerlitzen, der auszog, um „die Stadt“ kennenzulernen und sich dabei den St. Petrianern, das sind die Einwohner des Dorfes St. Peter am Anger, zunehmend entfremdet. Im Verlauf des Buches (bzw. bis dahin, wo ich gerade aufgehört habe zu schmökern) geht der Erzählstrang immer mehr auf dessen Enkel, Johannes A. Irrwein, über, der schon als kleiner Junge eine gewisse Vorliebe für die Historien Herodots entwickelt und sich dadurch fundamental von den Fußball und Blasmusik spielenden Altersgenossen unterscheidet. Johannes (d. J.) beschließt nach abrupt endender akademischer Karriere (mehr wird nicht verraten), eine Dorfchronik im Stile der Herodot’schen Historien zu verfassen.

Ob das gelingt und ob das Buch wirklich so skuril ist, wie der Titel suggeriert, dem empfehle ich dieses Buch wärmstens. Egal, ob der Dialekt der St. Petrianer merkwürdig anmutet – der Charme dieses Buches liegt eben genau darin. Blasmusikpop spielt mit den Klischees auf spielerische Art und Weise und macht große Lust auf mehr!

Vea Kaiser: Blasmusikpop. Oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam. Kiepenheuer und Witsch, 2012. Um 20€.

Auf bald,
Ihre/Eure Allics

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