Hermann Hesse – Bekenntnis

Bekenntnis

Holder Schein, an deine Spiele
Sieh mich willig hingegeben;
Andre haben Zwecke, Ziele,
Mir genügt es schon, zu leben.

Gleichnis will mir alles scheinen,
Was mir je die Sinne rührte,
Des Unendlichen und Einen,
Das ich stets lebendig spürte.

Solche Bilderschrift zu lesen,
Wird mir stets das Leben lohnen,
Denn das Ewige, das Wesen,
Weiß ich in mir selber wohnen.

Hallo,

was findet man nicht alles, wenn man nur sucht. Eigentlich suchte ich nach einem Gedicht, das irgendwie irgendetwas mit „Aufbruch“ (weil es einmal mehr so weit ist, aufzubrechen) oder vielleicht auch „Regen“ (nunja, es regnet) zu tun hat. Doch dann fand ich dieses Gedicht… ganz dem Titel des Gedichts „Bekenntnis“ verhaftet, bekenne ich, dass ich den Poeten Hesse weitaus mehr schätze als den Literaten. Warum? Weil der Poet Hesse verständlicher ist, prägnanter, sinnlicher und ein Meister des ja Poetischen ist. Zumindest für mich.

„Bekenntnis“ ist eine Lebensbejahung par excellence. Ja, wir denken, sinnieren gar das halbe Leben, aber sind doch nur Menschen, die leben wollen, uns treiben lassen wollen. Wir brauchen keine Ziele, auch wenn wir nach immer mehr streben (heute mehr als damals) um zu leben. Und das wollen wir ja alle, auf die ein oder andere Art und Weise. Oder?

Auf bald,
Ihre/Eure Allics

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