Ein kleiner Reisebericht

Hallo,

jetzt endlich kommt er, der Reisebericht. Zumindest ein kleiner😉

Mit dem Flugzeug nach Rom ist eine gute Idee, es geht schnell, halbwegs sicher und ist wohl auch ein. Was man bei einem Flug gen Rom bedenken sollte, ist, dass trotz der kurzen Flugzeit (etwa zwei Stunden) gut und gerne acht Stunden vergehen können, bis man halbwegs an Ort und Stelle ist. In Rom angekommen, mussten wir zunächst feststellen, dass das Wetter auch nicht besser als in der Heimat war. Aber zumindest ein bisschen.

Nichtsdestotrotz kann man am Anreisetag einen schönen Spaziergang durch Rom machen und erste Sehenswürdigkeiten abhaken: Der Petersplatz ist abends ab etwa 17.00Uhr wunderbar leer, von dort in Richtung Engelsburg (Tipp: unterhalb der Engelsburg gibt’s einen kleinen Park, in dem man nett picknicken kann) und Trevi-Brunnen sowie Piazza Navona. Diese Tour bildet einen schönen Einstieg in jeden Rom-Urlaub und bietet u.a. die Gelegenheit, ein erstes Eis bei I Tre Tartuffi oder Scaltini zu schlecken (beide Piazza Navona, zwei Bällchen etwa 2,25€).

Bei der Fülle von Sehenswürdigkeiten, die Rom bietet, ist es schwer, zu entscheiden, das schaue ich an und das nicht. Es hilft in jedem Fall beim Abendessen schon zu überlegen, was man am nächsten Tag machen möchte. Bei uns gestaltete sich das auf Grund von Schnupfen und dem ein oder anderen Regenschauer bisweilen als schwieriger. Ein wirkliches Problem stellten die Öffnungszeiten der Kirchen dar: Römische Kirchen haben eine ausgedehnte Mittagspause, d.h., dass von zwölf bis mindestens drei Uhr am Nachmittag Siesta angesagt ist und man entweder ein Nickerchen im Hotelzimmer macht oder eines der unzähligen Museen (Vatikanische und/oder Kapitolinische Museen, Forum Romanum,…) besucht.

Wer sich Gedanken über das Essen macht, der sei beruhigt: In Rom ist es wohl schwer, zu verhungern. Gleichwohl sollte man nicht erschrecken, wenn man nach dem einfachen italienischen Frühstück erst am späten Mittag wieder Hunger hat. Eines der schönsten Erlebnisse während der Woche Rom war jedoch der Ausflug nach Frascati, einer Ortschaft etwa 20km südöstlich von Rom (mit dem Zug ab Termini etwa 2,10€, einfach). Dort gibt es neben einem traumhaften Blick über den Kessel Rom samt Ausblick gen Bergen, wundervolle, kleine Ristoranti, die neben der schnuckeligen Atmosphäre mit sehr gutem Essen und angemessenen Preisen überzeugen.

Aber was macht man in Rom eigentlich außer Kirchen anzuschauen? Um ehrlich zu sein: Man hat die Wahl, welches Rom man sehen will. Das antike, vorchristliche Rom, das Rom der Päpste (Borgias, Chigis, Pamphili, Medicis und Co.), das Rom der Künstler und Literaten (Goethe, Herder, Poussin, Bernini, Borromini,…), die Cinecittà oder doch – ganz verwegen – das Rom Mussolinis (imposant, aber architektonisch katastrophal, m.M.).

 

In der einen Woche Rom haben wir neben vielen Kirchen vor allem das römische Flair auf uns wirken lassen: Ganz viel Bus fahren und den römischen Verkehr beobachten gehört ebenso dazu, wie sich durch Rom treiben zu lassen (und z.B. bei der Anti-Maffia-Behörde zu landen) und einfach einen Café am Campo die Fiori zu genießen (Anmerkung: Ein Café (=Espresso) sollte etwa 1€ kosten, wenn man ihn wie die Römer im Stehen trinkt.). Rom heißt nicht, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu hetzen und viele Stunden in irgendwelchen Schlangen zu stehen, auch wenn das bisweilen dazu gehört. Rom heißt auch, Prioritäten zu setzen. Und vor allem: Genießen.

Achja, man sollte sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Auch wenn Rom, wie es etwa mein Freund ausdrückte, nicht einfach ist: „Rom ist wie in der ersten Reihe im Kino zu sitzen: Man ist einfach nur überfordert.“ Trotzdem: Einfach ausprobieren.

 

Auf bald,
Ihre/Eure Allics

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