Fundstück (03.07.2013)

Der Beobachter ist ein Prinz, der sich überall seines Incognito erfreut. – Baudelaire

Hallo,

das 19. Jahrhundert ist ein faszinierendes. Mich faszinierte dieses immer ungemein, egal ob Mode, Geschichte, Malerei oder Leben. Vollkommen egal. Diese Vielschichtigkeit, Unberechnbarkeit, die vermeintlichen Brüche und die ungemeine Spannung.

Diese Spannung entdecke ich momentan ganz neu mit Griselda Pollocks „Räumen der Weiblichkeit in der Moderne“, einem feministischen Ansatz zur Analyse der Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Malern, bzw. deren Blick auf Frauen. Ob man das so sehen muss, oder nicht, ist eine andere Frage. Jedoch ist es ungemein interessant zu sehen, dass durchaus entschiedene Diskrepanzen in der Darstellung von Frauen zu beobachten sind. Neugierig? Einfach mal google bemühen und Bilder kucken!

Auf, husch, husch!

Auf bald,
Ihre/Eure Allics

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Nebel und Regen

Hallo,

da heute eindeutig kein schöner Tag war und immernoch ist, möchte ich heute nur dies von mir geben.

Nebel und Regen

Herbstende, Winter, Frühlingsschlamm und Regen,
Euch stillen Zeiten schlägt mein Herz entgegen,
Der kalte Dämmer eures Nebelgrau s
Umhüllt wie Bahrtuch mich und Totenhaus.

Wenn eisige Winde durch die Ebnen fegen,
Die Wetterfahnen kreischend sich bewegen,
Dann breitet, wilder als im Lenzgebraus,
Die Seele ihren Rabenfittich aus.

Denn nichts ist süsser für ein Herz voll Trauer,
Auf das der frostige Reif sich niedersenkt,
Ihr bleichen Himmel, unsrem Land geschenkt,

Als eurer ewigen Dämmrung fahler Schauer.
Wenn nicht zu zwein in mondlos stiller Nacht
Wir Brust an Brust den Schmerz zur Ruh gebracht.

[Charles Baudelaire]

Auf bald,

Ihre/Eure Allics