Von Niederungen

Hallo,

von Niederungen?, werden sich sicherlich einige von Ihnen/Euch, liebe Leser, fragen. Was soll das denn heißen? In Anlehnung an Abhandlungen eines Ciceros, der viele seiner Werke „De…“ von überschrieb? Nein, weniger. Aber dieser kleine Artikel handelt von Niederungen deutscher Musik. Und da ist so ziemlich kein Abgrund tief genug um annähernd zu beschreiben, was sich Jahr für Jahr in den (deutschen) Charts tummelt. Eine kleine Auswahl gefällig?

De Randfichten – Lebt denn der alte Holzmichl noch?
Gut, Volksmusik ist an sich schon kritisch. Aber dieses Lied hat es tatsächlich geschafft, sich in das kollektive Gedächtnis von (zu) vielen Menschen einzuprägen – und warum? Man kann einfach viel zu gut mitschunkeln…

Heino – Junge
Nicht nur mir blieb wohl das Frühstück im Halse hängen, als ich las, dass HEINO, genau, der Heino, den meine Großmutter vergötterte (so wie Roy Black und Co.), sich an einer meiner Lieblingsbands vergriff. Dann zwang ich mich zum anhören und verzweifelte: Statt mitzusingen, schunkelte ich mit und hörte es gleich nochmal an…

Helge Schneider – Katzeklo
Es gibt Dinge, über die braucht man wirklich keine Lieder. Gut, Helge Schneider ist Komiker, da muss man mit musikalischen Verirrungen rechnen. Dumm nur, dass viele Deutsche das 1994 anders sahen.

Mike Krüger – Der Nippel
Iterum censeo…ne, nicht, dass Karthago zerstört werden müsse 😉 Braucht’s da mehr Erklärung?

Daniel Küblböck – You drive me crazy
Anfang der 2000-er machte sich in Deutschland das Phänomen der Casting-Show breit und überschwemmt uns bis heute, immerhin mehr als zehn Jahre später. Neben solchen musikalischen Krachern wie „Großer Bruder“ von Zlatko und Jürgen (ein Schelm, wer hier Ironie herausliest!), wurde uns – Dieter Bohlen sei Dank – auch Daniel Küblbock kredenzt. Der Titel ist Programm, kann man da nur sagen.

Schnappi, das kleine Krokodil (nicht ganz orginalgetreu)
So, noch so ein Lied, das jeder mitsingen kann und dabei, wenn es ganz gut läuft auch noch die passenden Bewegungen vollführen kann. Bei diesem „Lied“ erkennt man leider nur kaum, dass das in grauer Vorzeit einmal von einem kleinen Mädchen gesungen wurde…

Stefan Raab – Wadde hadde Dudde da?Es sei dahingestellt, ob Stefan Raab singen kann. Ein Entertainer ist er allemal. Seine Lieder zeichnen sich allesamt durch… nicht-Sprache aus. Auch ein Talent. Aber wenigstens mit Unterhaltungsfaktor.

 

So, das ist nun eindeutig genug, auch wenn die Liste natürlich nicht vollständig ist, muss sie aber auch nicht. 😉
Trotzdem einen schönen Abend,

auf bald,
Ihre/Eure Allics

 

P.S.: Achja, dass sich aus irgendwelchen Gründen nur deutsche Musik auf dieser Liste befindet, ist reiner Zufall.

Werbeanzeigen

1982 – und ich lieg lachend am Boden

Hallo!

Ja, ich liege tatsächlich lachend auf dem Boden (oder zumindest fast). Wieso? 1982!

Manchmal habe ich die seltsame Angewohnheit mir ein Jahr herauszugreifen und dann zu erforschen, welche Musik a. D. XY, heute 1982, en vogue war. Erkenntnis: 1982 ist das Jahr, in dem ABBA fast durch war, Italo Pop ziemlich cool und Peter Alexander immer noch in den Charts vertreten war – achja, natürlich nicht zu vergessen die Deutsche Welle!

Sicherlich, auch aus heutiger Sicht gibt’s in den 1980er Jahren sehr gute Musik, wenn ich nun aber aus diesem einen Jahr eine Liste zusammenstellen würde, wären v. a. „Mainstream“-Lieder darunter. Mich befällt jedes Mal aufs Neue eine Mischung aus Scham (ob das wohl an der Mode liegt?) und Erinnerungen an Fernsehserien. Nunja, es ist meist eine Stunde, danach wird wieder zur Tagesordnung übergegangen.

Und doch… die Liste ist ziemlich lang (als Ausgangsbasis diente die Webseite www.80er-charts.de).Hier eine kleine Zusammenstellung:

  1. Trio – DaDaDa
  2. Falco – Der Kommissar
  3. Paul McCatney and Stevie Wonder – Ebony and Ivory
  4. Steve Miller Band – Abracadabra
  5. Spliff – Carbonara
  6. Al Bano & Romina Power – Felicità
  7. Kim Wilde – Cambodia
  8. Tight Fit – The Lion sleeps tonight
  9. ABBA – One of us
  10. Men at Work – Down Under
  11. Culture Club – Do You Really want to Hurt me?
  12. Kraftwerk – Das Modell
  13. Helen Schneider – Rock’n Roll Gypsy
  14. Toto – Africa

Nein, wenn ich zu jedem einzelnen Lied einen Kommentar schreiben wollte, dann würden wir noch in drei Tagen vereint vor dem PC/dem Tablet sitzen und ich immer noch Italo Pop vormichhin schmettern. Nein, nein, das will keiner! 😉

Deswegen verziehe ich mich wieder aus dem virtuellen Raum und sage:
Auf bald,
Ihre/Eure Allics

Musikmisere

Hallo!

Was hat es in den letzten Jahren nur mit dieser schieren Flut an Singer-/Songwriter/-innen auf sich?
Alle erfolgreich mit dem ersten Album und dann wieder in der Versenkung verschwunden. Die Haltbarkeit von „Stars“ ist ungefähr die einer Packung Milch. Schade – denn einerseits sind einige dieser Damen und Herren durchaus talentiert, andererseits wäre so ein richtiger Superstar schon auch mal wieder nett.

Schaue ich mir die aktuelle Musiklandschaft an, insbesondere die Charts, dann finde ich dort Rihanna, einen sich selbst der Lächerlichkeit preisgebenden Robbie Williams, die nimmermüden Toten Hosen (wohl eher Inventar deutscher Musik denn wirklich Superstars), Lena (argh! Muss das denn sein?) und einige andere – innovativ, bleibend ist davon Nichts.
Auch wenn ich hier nur „altgediente“ Musiker nenne – wo bleiben denn die Songs, die man noch in zehn Jahren hören wird? Kann man sich wirklich vorstellen, dass Britney Spears (ihres Zeichens gefallenes Popengelchen, das wohl nicht wieder aufersteht) ihr „Toxic“ (2004) in zehn Jahren noch schmettern wird? Wollen tut man’s in jedem Fall nicht…
Und auch die von mir angesprochenen Singer-/Songwriter à la Amy MacDonald, Duffy, KT Tunstall, Sandi Thom, Adele… – wo sind sie? Das letzte Album von Amy MacDonald kann man getrost als unwichtig bezeichnen, Duffy – herrje! so eine manipulierte Stimme! KT Tunstall hat vor zwei Jahren ein wirklich gutes Album veröffentlich, mit welchem sie bewies, dass sie sich weiter entwickelt, dass sie sich neuen Impulsen öffnet – aber: wird sie in Deutschland gehört? Wann lief das letzte Mal ein Lied von ihr im Radio? Ich könnte so weitermachen. Die einzige, die just in diesem Moment entschuldig ist, ist Adele, bei der jedoch zu befürchten steht, dass sie nun lieber der Musik den Rücken kehrt…

Hier nun eine kleine Liste mit „Klassikern“ – viel Spaß!

  1.  Sandi Thom – I wish I was a punkrocker
  2. Amy MacDonald – Mr. Rock & Roll
  3. KT Tunstall – Suddenly I see
  4. Duffy – Rain on your Parade
  5. Adele – Set fire to the rain
  6. Florence and the Machine – Shake it out
  7. KT Tunstall – Black Horse and the Cherrytree

 

Auf bald,

Ihre/Eure Allics