Wahlkampfmusik – Muss das sein?

Hallo,

ich hoffe, manche haben zumindest eine kleine Abkühlung bekommen… hier ist nach wie vor tropisch. Leider.

Und es wird auch nicht besser, wenn ich hier noch länger beim Spiegel die Untiefen des Wahlkampfes entdecke. Allerdings ist der Titel dieses Artikels dermaßen… ja, was eigentlich? Irgendwie… naja. Ich weiß auch nicht. In jedem Fall heißt der Artikel: Wahlkampfsong als Web-Hit: „Wir haben die Idee, das ist die SPDeeeee“Da Frau neugierig ist, wir natürlich gleich drauf geklickt und erstmal gelesen. Und geklickt. Und verzweifelt versucht, schnell zu sein, um diese fürchterliche Retortenmusik wegzubekommen.

Um was geht’s? Unsere bundesdeutschen Parteien versuchen sich immer mal wieder, mit so genannten Wahlkampfsongs Wählerstimmen zu ergattern. Jedoch sind die Lieder alles andere als ruhmreich…. Eine Hörprobe gefällig? Dann steigen wir doch gleich mit dem Herrn Hennig an, der den Spiegen zu diesem netten Artikel gebracht hat.

Zu finden ist dieses Liedchen – ach ne, das ist ja ein Partykracher!!! – hier. Was soll ich sagen. Komm an die Spree, wähl‘ SPDeeee. Jawoll, is‘ klar. Für Mallorca ist das sicherlich geeignet, und – pardon – wohl auch für viele Bundesbürger. Ich ergreif aber lieber die Flucht.

…wie auch beim Wahlkampfsong der CDU im Landtagswahlkampf in Niedersachen *klick*. Einleitung mit Dudelsäcken (für den Mac) und dann kommt die Zeile: „Klarer Blick und klare Kante“ – unterlegt mit einem freundlich hechelnden Hund. Na super.

Und was machen die hippen Lebenskünstler der Grünen? Die versuchen sich in rockigeren ich-kann-es-nicht-beschreiben Gefilden *klick*. Die Stimme des Sängers ist leider etwas unpassend und schief. Aber nunja.

Last, but not least die liebe Truppe um Fipsi. Und was machen die? Die machen Rap. Ja, wirklich! Die lassen rappen. Um ehrlich zu sein: Das wirkt am professionelsten und irgendwie am besten. Auch wenn ich keine HipHop-Begeisterte bin und der Inhalt nicht meins ist – es ist definitiv am angenehmsten. *klick*

 

Und wie seht Ihr das? Ist Wahlkampfmusik nun sinnvoll, einfach daneben oder ein neuer Weg, jüngere Wähler anzusprechen?

 

Auf bald,
Ihre/Eure Allics

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Aufbruchstimmung

Aufbruchstimmung

Ein heller Morgen und ein neuer Tag,
vergessen alle nächtlichen Gedanken.
Du weißt, was jetzt auch alles kommen mag,
nichts bringt dich wirklich noch ins Wanken.

Du kennst den Weg, die Zeichen sind gefunden,
sollte er mühsam über Berge führen;
du wirst den Mut, die Kräfte nicht verlieren
und trotzt den schroffen Felsen unumwunden.

Der Kompass ist in Takt, musst nicht mehr warten.
Der Rucksack ist gepackt, so schnür den Schuh!
Es wird nun Zeit, die Wanderschaft zu starten,
sich aufzuschwingen aus der toten Ruh’.

Was mag sich hinter jenem Wald verstecken?
fragst du. Nun geh’, dann wirst du es entdecken!

Ingrid Herta Drewig

Hallo,

heute mal ein Gedicht, mal wieder. Manchmal muss man einfach aufbrechen, ja ausbrechen, sonst vergeht man vor unbefriedigten Sehnsüchten, die uns alle antreiben und unser Leben erst reizvoll machen.
Fragen wir uns also: Wann sind wir das letzte Mal aufgebrochen? Was hat uns gereizt, aber doch nicht genug, als dass wir es getan hätten?

Auf bald,
Ihre/Eure Allics

Bücher für die Ewigkeit?

Hallo!

Es ist schon eine Weile her, dass ich mich dem Thema „Bücher“ gewidmet habe… Heute ist es wieder so weit: Durch eingehendes Amazon-Gestöbere bin ich auf Bücher gestoßen, die ich immer und immer wieder lesen könnte – und auch tue!

Diese Bücher, mit denen man ganz spezielle Dinge verbindet, sind rar und nicht jedes Jahr ist unter all den Büchern, die ich verschlinge, solch eines dabei, das mir unter die Haut geht, das ich gerne mit mir herumtrage und am liebsten als, etwas prosaisch gesagt, Teil meiner selbst begreifen wollte.

Hier nun also eine klitzekleine Auswahl:

Paolo Coelho – Veronika beschließt zu sterben
Was ist dramatischer, was dichter und intensiver als dieser Roman, den ich getrost als den Roman meiner Jugend bezeichnen würde? Er besitzt alles, was ein junges Mädchen fasziniert: Tod und Liebe, Schmerz und Melancholie, überbordende Lebensfreude und ist vor allem: Unberechenbar.

Jane Austen – Überredung
Ein Mädchen-Klassiker. Und dennoch nicht so berühmt wie die anderen Romane Jane Austens. Ein Fehler, denn dieser unscheinbare Band hat es in sich! Er plätschert vor sich hin – doch halt! Was war da noch mal in dem Gespräch zwischen Anne und…?

Jostein Gaarder – Das Orangenmädchen
Es ist Sommer, die Luft schwül und die örtliche Bücherei ist leer… Ich wandere umher, greife dieses und jenes Buch, eines dicker als das andere… Doch es ist dieses kleine Buch, das mich in diesem Sommer fesselte und in seinen Bann zog. Wen wundert’s?

Stefan Zweig – Die Schachnovelle
Schulen sagt man ja nach, dass sie einen für’s Leben prägen (können). Weniger sagt man das den ungeliebten Schullektüren nach. Zu unrecht. Sie können! Und wie! Das Drama des Exilanten Stefan Zweig, der das Exil als Fluch begriff, erschüttert bis aufs Mark.  Kein anderer Schriftsteller markiert das Ende des langen 19.Jahrhunderts so wie Zweig…

Gotthold Ephraim Lessing – Nathan der Weise
Zum Schluss die Parabel schlechthin. Eine Parabel über Rationalismus, Weltoffenheit, Besonnenheit, Gerechtigkeit… und dennoch ist es nicht utopisch oder idealistisch, sondern „einfach“ eine Anleitung für uns, die wir uns das Leben gegenseitig schwer machen.

Und Sie/Ihr, liebe Leser? Welche Bücher haben Sie/Euch geprägt? Ist es leicht, diese Frage zu beantworten? Ich denke nicht. Aber spannend ist sie allemal!

Auf bald,
Ihre/Eure Allics

Leben wir Kultur?

Hallo!

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Begriff „Kultur“. Es wird mir dabei immer klarer, dass dies alles andere als ein leichter Begriff ist. „Die“ Definition  gibt es nicht. Alleine der Duden schlägt fünf Deutungsmöglichkeiten vor…

Hier diejenigen, die recht plausibel sind – und dennoch viele Fragen aufwerfen.

[Kultur ist die …]

  1. Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen einer Gemeinschaft als Ausdruck menschlicher Höherentwicklung.
  2. Gesamtheit der von einer bestimmten Gemeinschaft auf einem bestimmten Gebiet während einer bestimmten Epoche geschaffenen, charakteristischen geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen.

[Quelle: Duden, Stand: 10.12.2012]

Kultur ist also alles, was den Menschen final von anderen Tieren unterscheidet: Sprache, Wissenschaft, Literatur, Musik, Kunst, … Der zweite Satz definiert Kultur weiterhin als raumzeitlich, lokal gebundenes Konstrukt eben genannter „Leistungen“.
Ist Kultur also losgelöst von zunächst lokalen, später globalen, Zusammenhängen zu betrachten? Gibt es keine Interdependenzen zwischen einzelnen Kulturen? Gibt es keine Entwicklung hin zu einer weltweiten Mainstreamkultur?

Ja, Kultur zu begreifen ist nicht einfach.Vor allem die immer wieder hochkochende Debatte um eine (deutsche) „Leitkultur“ zeigt, wie kontrovers dieses Konstrukt der Kultur ist.

 

In den nächsten Tagen und Wochen möchte ich mich mit Kultur, bzw. einigen Teildisziplinen wie etwa Literatur, Kunstkonsum oder auch Musik beschäftigen und fragen: Leben wir Kultur?

 

 

Bis dahin,
auf bald,
Ihre/Eure Allics

Fragen an…

Hallo!

Nun ist der Urlaub entgültig vorbei und der Alltag hat mich (fast) wieder. Eine Woche Galgenfrist habe ich noch… bis dahin mache ich Sightseeing durch „meine“ Stadt und stelle Fragen… Fragen, die wichtig sind. Hier ein kleiner Auszug:

  1. Wer sagt mir, dass ich glaube?
  2. Warum heiratet der Mensch?
  3. Welche Konvention bestimmt Farben und gibt ihnen Namen?
  4. Warum braucht der Mensch Gesellschaft?
  5. Ist Lieben zwingend für ein glückliches Leben – Liebe als summum bonum?
  6. Wozu brauchen wir Bildung?
  7. Was ist Moral? Kann ich sie formen? Ist sie beständig?
  8. Ist ‚gut‘ lediglich eine Nomenklatur für sittlich anständig-konformistisch?
  9. Gesellschaft – wozu dieses Konstrukt? Abgrenzung durch Rudelbildung?
  10. Gott. Kann ich ihn nicht nicht begreifen?

So, das sind einige Denkanstöße, die ich Ihnen/Euch, lieber Leser, mitgeben möchte. Als Untermalung für diese Fragen hilft übrigens Musik, so wie bspw. The Feel Again von der amerikanischen Rockband Blue October.

Auf bald,

Ihre/Eure Allics

 

Selbstreflexionen

Hallo,

manchmal muss man (wunderschönes Trikolon von Alliterationen 😉 ) spontan den Tag umplanen. Manchmal muss man Dinge sein lassen und einfach vor sich hinvegetieren. So viel müssen! Wir Menschen müssen und müssen und müssen – was aber wollen wir? Sollen wir im Plural, also uns persönlich als Teil eines Kollektivs oder als Individuum betrachten? Welcher Blickwinkel ist der richtige? Gibt es ihn? Klar, der Mensch kann sich tot philosophieren ohne jemals richtig gelebt zu haben, ohne jemals losgelassen zu haben, ohne jemals frei von sich selbst (damit ist der innere Schweinehund gemeint) agiert zu haben. Wie schaffe ich es, als Teil einer Masse, nennen wir sie Gesellschaft, so zu handeln, dass ich glücklich werde?

Das sind die Fragen, die mir heute durch den Kopf wabern. Es ist gut, sie zu formulieren. Es ist besser, sich auf die Suche zu machen. Es ist am besten, wenn wir am Ende des Weges sagen können: Ich habe meinen Platz gefunden. Es war gut so, wie es war. Je ne regrette rien…

Damit möchte ich auch schon wieder schließen, vielleicht regen die Fragen ja zum selbstreflektieren an – ich würde mich freuen!

 

Auf bald,

Ihre/Eure Allics