Angus & Julia Stone – Grizzly Bear

Can I take you home?
Can I take you home?
We can go anywhere you wanna go
Can I take you high?
Till the moon in the sky?
We can go as far as you wanna go

 

Hallo,

je später der Abend, desto schöner die Fundstückchen! Eben gefunden und schon ganz vernarrt in dieses Lied, das so eine angenehme, wohlige Wärme ausstrahlt – nicht zuletzt wegen der stimmungsvollen Herbstlandschaft… Bei solcher Musik wünsche ich mir nur noch etwas Regen hinzu, ein gutes Buch und einen warmen Tee. Was will man mehr?

Auf bald,

Ihre/Eure Allics

Herbsteinstellung

Hallo,

da denkt man, man hätte endlich frei und könnte den restlichen Sommer genießen… Denkste. Stattdessen ist die Heizung an, die dicken Wollsocken sind griffbereit und ich klicke mich munter durch die Herbstkollektionen auf der Suche nach warmen Pullovern. Achja, nach Musik suche ich auch – Musik, die noch ein kleines bisschen an Sommer erinnert, aber doch schon einen Vorgeschmack auf den Herbst bietet. Eine kleine Auswahl gefällig? Aber gerne doch…!

  1. Klangkarussel – Netzwerk (falls like rain)
    Gut, Klangkarussel erinner zumindest im Ansatz noch an Sommer, aber beinhaltet doch schon den obligatorischen Regen, welche laut Wetterbericht in den nächsten Tagen ansteht. Aber immerhin können wir uns mit diesem Lied trösten und entspannen…
  2. Tove Lo – Habits (Stay high)
    Schon im Herbstblues? Dann ist Habits definitiv das richtige – zumindest, wenn man die F*** you-Attitüde nach einer Trennung verinnerlicht hat. Aber eigentlich schon ein bitteres Liedl… und dennoch schönschnulzig
  3. Hozier – Take me to church
    Take me to church/
    I’ll worship like a dog at the shrine of your lies/
    I’ll tell you my sins and you can sharpen your knife/
    Offer me that deathless death/
    Good God, let me give you my life
    was braucht’s der Worte mehr?
  4. Neil Young – Driftin‘ back
    Stellen Sie sich vor, Sie lägen in einer Hängematte, den Schlapphut übers Gesicht gezogen, den Grashalm zwischen den Zähnen und die grenzenlose Weite Texas vor sich… Hups…
  5. Pigeon John – The bomb
    So, und jetzt wird getanzt! Keine Widerrede, wer hier nicht tanzt, wem hier nicht die letzten Lebensgeister munter werden und wer hier nicht lacht. Tja, der muss schon unter der Erde weilen. Oder auf dem Seegrund. Oder im Baum eingeschlossen. Tanzen!
  6. Depeche Mode – Personal Jesus
    Und wenn wir schon beim Tanzen sind, dann können wir auch stampfen und uns von diesem wummernden, gleichförmigen Musikstrom mittragen lassen – egal, wohin…
  7. Mike Oldfield – Pictures in the dark
    Und nun sind wir endgültig in de 1980-ern. Einfach zuhören und die Decke etwas enger ziehen! 🙂
  8. The Last Goodnight – Pictures of you pictures of me
    Erinnerungen werden wach, Wehmut kommt auf. Ganz normale herbstliche Empfindungen. Wer jetzt die ein oder andere Träne verdrückt, ist wohl nicht allein.

 

So, das war sie für heute, meine kleine Musikauswahl zum Thema „Herbst“. Wem sie zu depressiv ist, der sei getröstet, bald kommt auch wieder anderes. Versprochen!

Auf bald,
Ihre/Eure Allics

Herr Ribbeck und der Herbst

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit,
Und die Birnen leuchteten weit und breit,

Da stopfte, wenn’s Mittag vom Thurme scholl,

Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: „Junge, wist’ ne Beer?“
Und kam ein Mädel, so rief er: „Lütt Dirn,

Kumm man röwer, ick hebb’ ne Birn.“

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit,

Da sagte von Ribbeck: „Ich scheide nun ab.

Legt mir eine Birne mit in’s Grab.“
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner, mit Feiergesicht

Sangen „Jesus meine Zuversicht“

Und die Kinder klagten, das Herze schwer,
„He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?“
So klagten die Kinder. Das war nicht recht,
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht,

Der neue freilich, der knausert und spart,

Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt,

Aber der alte, vorahnend schon

Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er that,

Als um eine Birn’ in’s Grab er bat,

Und im dritten Jahr, aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.
Und die Jahre gehen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,

Und in der goldenen Herbsteszeit

Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung’ über’n Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: „wiste ne Beer?“
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: „Lütt Dirn,

Kumm man röwer, ick gew’ Di ’ne Birn.“

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Hallo,

wer kennt ihn nicht, diesen Klassiker unter den Gedichten? Dieses kam mir heute in den Sinn, als ich über die leuchtenden Wiesen und Felder des Rhein-Main-Gebietes striff. Die Bäume sind noch nicht herbstlich bunt, aber sie leuchten schon: Von den grün-gelb-roten Äpfeln und Birnen, die ersten Nüsse fallen von den Bäumen. Die Felder werden abgeerntet und strotzen dennoch vor Leben.

Ich will nicht auf das Gedicht und das Thema „Tod“ eingehen, zu schön finde ich den anstehenden Herbst und all die Farben… Vielmehr will ich darauf aufmerksam machen, dass der Herbst mit die schönsten Zeit im Jahr ist – und nein, nicht weil überall Kirchweihen, Oktoberfeste, erste Weinfeste und Volksfeste anstehen 😉 Aber genau diese zeigen ja ursprünglich, dass es gerade in dieser Zeit viel zu feiern gab und immernoch gibt: Die Ernte wird eingefahren und es zeigt sich der Lohn der Arbeit des letzten Jahres. Vielleicht sollten wir uns das öfter in Erinnerung rufen und selbst für uns resümieren, was gut war und was weniger gut.

In diesem Sinne,
auf bald,

Ihre/Eure Allics

Rückkehr

Hallo,

wie die Zeit vergeht! Kaum zu glauben, aber: Das letzte Viertel des Jahres hat begonnen. Nach einer Sommerpause geht’s nun auch für yourenotme auf den Herbst zu.

Die Tage werden wieder kürzer, die Sonne steht tiefer, die Bäume färben sich bunt. Und ja, die erste Weihnachtsdekoration wird auch schon feilgeboten, ganz zu schweigen von den ersten Plätzchen und Lebkuchen…

Was steht dieses Jahr noch an? Viel neues bei mir persönlich (mal schaun, wie das wird), aber nicht ganz so viel neues hier beim Blog. In Kürze werde ich Euch einen kleinen Reisebericht von meiner Schottlandreise zukommen lassen und mich wieder mehr um Bücher kümmern, nachdem diese ja so schmählich vernächläsigt wurden 😉

Während meiner Abwesenheit hatte ich die Freude, mich einigermaßen viel mit Büchern beschäftigen zu können – v.a. die heimische Bibliothek stellte nicht nur mich vor das ein oder andere Problem… aber: In Kürze mehr!

Beschließen will ich heute mit einem kurzen Gedicht über Bücher, das das Leben von Büchern recht gut beschreibt: Das Buch von Heinrich Seidel.

 

Das Buch

Der Erste schreibt es,
Der Zweite vertreibt es,
Der Dritte verschmäht es,
Der Vierte ersteht es,
Den Fünften entflammt es,
Der Sechste verdammt es,
Der Siebente schätzt es,
Der Achte versetzt es,
Der Neunte verpumpt es,
Der Zehnte zerlumpt es,
Der Elfte vergräbt es,
Der Zwölfte verklebt es
Zu Düten, denn im Krämerladen
Da kommen sie schliesslich Alle zu Schaden!

 

Auf bald,

Ihre/Eure Allics

Herbstsonne

Hallo!

Die Sonne scheint – man soll gar nicht meinen, dass das Jahr sich dem Ende entgegenneigt.

Die Sonne scheint – und doch ist es kalt.

Die Sonne scheint – der Winter, wo ist er?

 

Ehrlich gesagt: die Sonne befremdet etwas. Soviel Sonne, so viel Kälte auf einmal. Es sollte nicht verwundern, denn physikalisch gesehen ist rot nicht so warm wie blau… In der Dunkelheit, das könnte man sicherlich sagen, liegt mehr Hitze, mehr Verbrennungsgefahr als im Hellen. Im Hellen ist Wärme etwas positives, das uns umschmeichelt, uns schützt und eben wärmt. Die Dunkelheit dagegen ist dermaßen heiß, dass wir es gar nicht mehr als Hitze, die uns verbrennt, erkennen können, sondern als Kälte bezeichnen.

Ob man das auf Psychologie übertragen kann? Ob man das auf Kommunikation übertragen kann?

Wer weiß, wer weiß…

 

Auf bald,
Ihre/Eure Allics

Epen

Hallo!

Epen? Spinnt sie jetzt völlig? Will sie sich einer Ilias, einer Odysse annehmen und glaubt, diese würdig darzustellen?

Nö.

Heute ist einmal mehr Zeit für Musik – Epen. Es gibt Lieder, die sind, sei es bezüglich ihrer Länge, ihrer Orchestrierung oder einfach, weil sie ein „Epos“ beschreiben. Hier nun eine Liste mit Songs, die, hört man sie alle nacheinander, ein gewisses Maß an Zeit benötigen und dennoch einfach kurz erscheinend. Eine Ewigkeit, die fast zu kurz erscheint… Einfach fallen lassen und hören! Viel Spaß 🙂

  1. Barry Ryan – Eloise
  2. Metallica – Nothing else matters
  3. The Verve – Bitter sweet Symphonie
  4. David Bowie – Heroes
  5. Mike Batt – Ride to Agadir
  6. Guns ’n Roses – November Rain
  7. Oasis – Wonderwall
  8. Enya – Only Time
  9. Nigthwish – Amaranth
  10. Wolfgang Amadé Mozart – Requiem

Sollte der Eindruck entstehen, diese Liste basiere vornehmlich auf düsterer, etwas in die Jahre gekommenener Musik – richtig. Aber neuere, epische Musik? Ein lustiger Epos? Nein, nein … das geht nicht. Und deswegen diese Liste auch zu Beginn eines vermutlich kalten Wochenendes im Spätherbst des Jahres 2012.

 

Ein wunderschönes Wochenende,

auf bald,

Ihre/Eure Allics

 

… und wer schaltet die Musik ab?

Hallo!

Wir haben Herbst und die allgemeine Herbstdepression verbreitet sich neben anderen unschönen Dingen wie etwa Viren und Bakterien wieder einmal in rasender Eile. Beste Voraussetzungen also, sich in andere Welten abzusetzen, oder?

Ich frage mich, ob die allgemeine Herbstdepression allein am Wetter liegt. Klar, es ist regnerisch, unberechenbar und eher dazu geeignet sich mit Tee, Decke und Buch in den nächsten Sessel zu lümmeln. Aber ist das alles? Nein, wohl nicht. Hört man Radio, dann kommt da so ein stimmungsvolles Lied wie Soulmate von Natasha Bedingfield. Dass da keine gute Laune aufkommen kann, ist verständlich. Dass bei einem Kracher wie etwa White Flag von Dido nur wenig getanzt wird, erklärt sich von selbst.
Wieso werden solche Lieder, die zum Wetter passen, aber noch viel mehr auf’s Gemüt schlagen gespielt um eine Herbstdepression bei jedem, der Radio hört, zu verursachen? Und noch viel wichtiger: Wer schaltet diese Musik ab, die uns jedes Jahr wieder und wieder überfällt (vgl. dazu White Christmas oder Last Christmas zu Weihnachten)? Das geht wohl nur, wenn wir uns – mal wieder – selbst der Musik widmen.

Hier meine Vorschläge um dem Wetter Tribut zu zollen, aber nicht in grenzenlosem Selbstmitleid zu versinken:

  1. Hubert von Goisern – Goisern
  2. Gossip – Move in The Right Direction
  3. Zaz – Les Passants
  4. Amy Winehouse – Tears dry on Their Own
  5. Queen – It’s a Hard Life
  6. David Garrett – Viva la Vida
  7. Sia feat. David Guetta – She Wolf

Vielleicht hilft diese kleine Auswahl zumindest eine klitzekleines bisschen in Sachen Aufmunterung. 😉 Würde mich in jedem Fall sehr freuen, wenn Ihr, liebe Leser, noch weitere Vorschläge hättet!

Auf bald,

Ihre/Eure Allics

P.S.: Ein sehr ähnliches Phänomen ist übrigens auch bei Büchern zu beobachten – im Herbst wird sich kaum ein positiv gestimmtes Buch finden und wenn, dann meist nur leichte Kost Baumarke „im Bahnhof zu kaufen“ 😉