Jovanotti – Tensione Evolutiva

Hallo,

na, spürt man nicht manchmal eine Spannung, die sich immer mehr aufbaut und dann bricht? Genau darum geht es, um diese „Tesione evolutiva“. Aber eigentlich will ich darüber gar nicht so sehr philosophieren. Mir geht’s um die Musik. Und die finde ich gut. Wie generell jegliche Musik, die mich in irgendeiner Weise berührt oder anspricht. In diesem Fall die Spannung, die sich immer wieder aufbaut und dann abfällt. Die durch die wummernden Bässe und die abgehackte Stimme Jovanottis sich in meinen Kopf einhämmert. Und hämmert. Und hämmert. Tanzbar? Auch. Aber vor allem ist mein Kopf danach leer und es geht weiter. Wieder mal.

Viel Spaß beim Hören – und Reinfühlen!

Auf bald,
Ihre/Eure Allics

Fundstück (23.05.2013)

Comme les pêches et les mélones
Sont pour la bouche d’un baron,
Ainsi les verges et les bâtons
Sont pour les fous, dit Salomon.

Hallo,

sisi, ich bin wieder da! Und nein, der Reisebericht ist nicht vergessen, der kommt noch.

Diese vier Verschen fand ich während der (noch  nicht) abgeschlossenen Lektüre von Goethes Italienischer Reise I. Warum ich sie poste? Weil ich es so hübsch, ja niedlich finde. Woher Goethe dieses kleine Gedichtlein hat? Er fand es am Fenster eines Regensburger Wirtshauses und identifizierte es als das Gedicht eines nordischen Barons, denn in Italien sind Pfirsiche und Melonen alles andere als eines gemeinen Bürgers unwürdig…

Ich erfreue mich nun weiter dieser kleinen Verse und genieße einen kalten Abend,

auf bald,
Ihre/Eure Allics

Arrivederci!

Terrarum dea gentiumque Roma,cui par est nihil et nihil secundum (…)

Martial, Epigramme 12,8,1

Hallo,

ja, es ist wieder so weit: Allics fährt gen Urlaub. Und unschwer am Titel zu erkennen, nach Bella Italia. Sollte beim ein oder anderen Leser die Frage sich auf tun: Wie, schon wieder Italien? Dann muss ich sagen, ja, schon wieder (hier geht’s zum Reisebericht).

Diesmal geht es aber nicht in die Toskana, sondern in meine „große Liebe“, Rom. Eine Woche in der ewigen Stadt… Oft war ich schon dort und sah St. Peter, St. Maria Maggiore (samt Schneekanonen), St. Maria in Cosmedin, den Lateran, S. Paolo fuori le Mure, San Anselmo und wie die Pilgerkirchen so alle heißen. Aber – was reizt mich an einer Stadt, die laut, chaotisch, wahnsinnig stickig und überhaupt total veraltet ist? Der Charme? Die Kirchen? Die Italiener? Die Schuhgeschäfte?

Nein… Rom ist eine Stadt, die nicht zu begreifen ist und zu viele Facetten hat. Meine liebste Facette ist das Rom des 19. Jahrhunderts. Das Rom der Literaten (ja, Goethe und so…), der Bonvivants, die das Café Greco an der Spanischen Treppe bevölkerten, und ja, auch der Kleriker, die lautstark debattierend in den kleinen Birrerie (mit Bier und Sauerkraut) oder Bars saßen. Mein Rom ist immernoch eine Reise wert, ja immer wieder.

Sicher, es wird wieder ermüdend sein, Stunden in irgendwelche Schlangen zu stehen, am besten bei brütender Hitze (aber der Wetterbericht scheint human), das Geschrei von irgendwelche römischen Matronen, die sich quer über die Straße hinweg den neuesten Klatsch mitteilen, zu ertragen und zuschauen zu müssen, wie kleine Diebe nicht nur Touristen am Bahnhof die Geldbörsen leer räumen. Und dennoch überwiegt die Freude bei weitem. Einfach, weil Rom abseits der Touristenströme Erholung sein kann. Abseits von Lateran, Kapitol und Petersplatz ist Rom ruhiger, als man denkt, schöner, als man es sich vorstellt, und beschaulicher, als man erwartet.

 

In diesem Sinne verabschiede ich mich für eine kleine Zeit und berichte nach meiner Rückkehr ausführlich über meine Erlebniss in bella Roma.

Auf bald,
Ihre/Eure Allics

 

 

P.S.: Natürlich nehme ich auch Lektüre mit – und was wohl: Goethes Italienische Reise…;-)

Wo bleibt die Moral?

Hallo!

Momentan bin ich wieder einmal unterwegs – es wird aber noch nicht verraten, wohin und weshalb, denn noch gibt es nicht allzu viel zu erzählen… Also abwarten!

Dafür bin ich eben beim Lesen der aktuellen ADESSO– Ausgabe über eine kurze Nachricht, die mich nicht überraschte, aber doch arg… ja, was eigentlich? Erschütterte? Deprimierte? Beutelte? Nun, irgendetwas dazwischen.

Der Artikel mit dem recht schnöden Titel „Separazioni over 60“, zu deutsch: Scheidungen jenseits der 60, befasst sich mit der Verdopplung der Anzahl der Scheidungen über 60 in den letzten zehn Jahren. Kein Problem, sollte man meinen. Vielleicht etwas verwunderlich, aber dank Berlusconi nachzuvollziehen.

Berlusconi ist jedoch ein guter Hinweis auf die Ursache dieses Phänomenons: Der Artikel begründet die außergewöhnlich hohe Scheidungsrate mit dem exorbitanten Viagrakonsum in Italien. Nach Großbritannien (!) ist Italien dasjenige Land mit dem höchsten Viagraverbrauch. Alleine 2011 wurden 20 Millionen Rezepte verschrieben.

Kommen Italiener nun in besagtes Alter, griffen sie – um sich ihrer (Omni-)Potenz zu versichern – vermehrt auf Viagra und Co. Zurück. Dadurch beflügelt verließen sie ihre (alten) Ehefrauen und suchten sich neue Gespielinnen…

 

Überraschend ist dies sicher alles nicht, nachvollziehbar der Drang nach immerwährender Jugend auch. Nur: Wo steckt die Moral? Ist dieses Verhalten nun Zeichen für einen modernen, rationalen Mann oder für den nach wie vor Trieb gesteuerten Jäger und Sammler?
Dies ist wohl eindeutig zu beantworten. Aber, es zeigt sich: Wir reden schon wieder nur von den Männern. Wir sollten auch mal von uns Frauen reden.

 

Auf bald,

Ihre/Eure Allics

2013 – und die Welt wird doch nicht untergeh’n!

Hallo!

Auch die schönste Herbstauszeit, … äh Winterauszeit hat einmal ein Ende und frau/mann muss sich wieder in den trüben, regnerischen Alltag stürzen.

Immerhin haben wir schon zwei Weltuntergänge in den letzten Wochen überlebt und so bin ich frohen Mutes, dass wir auch den 31.12.2013 erleben werden 😉 Bis dahin wünsche ich Ihnen, liebe Leser, ein erfolgreiches, buntes, lautes & stilles, freudiges & besinnliches neue Jahr 2013.

Nun, was wird 2013 für mich bereithalten? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Oder doch… vielleicht einen Umzug, vielleicht Urlaub in Italien (mal wieder) und hoffentlich in Großbritannien, vielleicht… Ja, alles vielleicht, Nichts gewiss.
Gewiss ist aber, dass yourenotme in die nächste Runde gehen wird, mit dem Üblichen Sammelsurium an Musik, Büchern, Kunst, Gesellschaftsbla, philosophischen Einsprengseln und natürlich einigen Reiseberichten. Und vielleicht der ein oder anderen Überraschung!

Beschließen möchte ich’s heute mit einem Gedicht von Peter Rosegger, einem österreichischen Dichter (1843 – 1918):

Gedicht zum Neuen Jahr

Ein bißchen mehr Friede und weniger Streit,
Ein bißchen mehr Güte und weniger Neid,
Ein bißchen mehr Liebe und weniger Haß,
Ein bißchen mehr Wahrheit – das wäre doch was!

Statt so viel Unrast ein bißchen mehr Ruh‘,
Statt immer nur Ich ein bißchen mehr Du,
Statt Angst und Hemm

ung ein bißchen mehr Mut
Und Kraft zum Handeln – das wäre gut!

Kein Trübsal und Dunkel, ein bißchen mehr Licht,
Kein quälend Verlangen, ein bißchen Verzicht,
Und viel mehr Blumen, solange es geht,
Nicht erst auf Gräbern – da blüh’n sie zu spät!

 

Da bleibt mir nicht mehr viel zu sagen, außer:
Auf bald,
Ihre/Eure Allics

 

 

P.S.: Derweil wird schon an weiteren Themen gearbeitet… Lasst Euch überraschen!

Revenue

Hallo!

Nun denn – auch die kurzweiligste Reise neigt sich dann und wann ihrem Ende entgegen und der Alltag fängt den Reisenden wieder ein. So auch mich…

Florenz war das Ziel dieses Städte-Kultur-Tripps, ein durchaus länger gehegter Wunsch, der endlich erfüllt wurde.
Nach längerer, aber angenehmer Zugfahrt erreichten wir Firenze am frühen Morgen. Nach einem kurzen Café (Café meint hierbei einen Espresso) ging es auf in die Stadt, die ihres gleichen sucht. Noch ohne Touristenströme, dafür mit vielen Florentinern, die ihre Stände aufbauten, erkundeten wir die Stadt. Kaum zu glauben, aber wahr: Florenz ohne Touristen kann fast bedrückend leer wirken…

Der erste Höhepunkt war der Dom – oder soll ich eher sagen: der erste Schock in einer Reihe nicht enden wollender Schocks, die mir diese Stadt verabreichte? Über und über geschmückt mit schönstem Carrara-Marmor, der auf den ersten Blick nichts schönes an sich hat, stand man dort mit offenem Mund. Schockstarre machte sich breit. Wie soll man solch einen Bau fassen? Wie?
Jaja, die Renaissance vollbrachte schon wahre Meisterwerke… aber das tun die Italiener bis heute; sie scheffeln mit Religion Geld, dass man sich wundert, wo denn – um Himmels Willen – der Unterschied zwischen Religion und Kommerz liegen mag: Der Besuch von so mancher Kirche, und sei sie noch so „unbedeutend“, kostete Geld und einiges an Geduld für die Schlange. Andererseits: Das Warten lohnte sich ausnahmslos!

Apropos Warten: Florenz ist weitaus erträglicher, wenn man bereit ist, seine Eintrittskarten zu Museen u.ä. zu etwas teureren Konditionen (zumeist 4€) zu kaufen. So erspart man sich das Warten.

Was habe ich überhaupt angesehen? Die Klassiker Dom, Santa Croce, Santa Maria Novella, Orsanmichele, den Bargello, die Uffizien, die Accademia, die Loggia dei Lanzi, den Palazzo Pitti und noch einiges mehr, was unbekannter ist.
Es ist jedem selbst überlassen, was er sich ansieht und es hängt sicherlich vom persönlichen Geschmack ab, ob die gotische Kunst, die im Obergeschoss der Accademia gezeigt wird gefällt, oder doch eher die Fassadengestaltungen eines Leon Battista Alberti wie etwa in Santa Maria Novella – aber jeder/jedem Florenzreisendem sollte bewusst sein, dass Florenz keine leichte Stadt ist. Leicht in dem Sinne, als dass es Mut braucht, sich auf diese Stadt, die wie keine andere von der Renaissance lebt, sie repräsentiert, einzulassen. Macht man dies nicht, so wird es schwer, einen Zugang zu dieser kleinen, quirligen Stadt zu finden.

Mein Tipp: Man bewaffne sich mit einem kleinen Stadtplan, Rucksack, der etwas Wasser, ein wenig Nahrung und für alle Notfälle ein Pflaster-Blasen-Set enthält, mache sich auf den Weg durch diese Stadt und nimmt sich die Zeit auch außerhalb des Centro Storico und des Dombezirks nach schönen Ecken wie etwa den Boboli-Gärten oder der Oblaten-Bibliothek (ein Geheimtipp! Wo, wird nicht verraten, aber unbedingt suchen – es lohnt sich 😉 ) zu suchen.

Ich für meinen Teil werde wieder kommen und mich dann in aller Ruhe in der florentinischen Leder-Schule verlustieren…

Auf bald,
Ihre/Eure Allics

Auf gepackten Koffern

Hallo!

Wer erinnert sich noch an meinen Kulturmarathon? Ja, im Sommer habe ich mir doch etwas mehr Kultur und Kunst angetan, als in einer Woche gut ist… 😉

Aber: ich bin ein Kunst begeistertes Wesen und so sitze ich denn auch schon wieder auf gepackten Koffern und kann es kaum erwarten, italienischen, besser gesagt: florentinischen Boden unter den Füßen zu haben.

Florenz ist vermutlich der Schlusspunkt meiner diesjährigen Reisen, die mich an die verschiedensten Orte der westlichen Hemisphere trugen.
Was steht auf dem Plan? Die Klassiker Uffizien, Bargello, Accademia, Dom, Ponte Vecchio und viele mehr. Wie das in drei Tagen gehen soll ist noch ungewiss – aber es wäre irrig zu glauben, man könne nicht nicht 10 Stunden über schönstes Kopfsteinpflaster traben! 😉

Neben den ganz große Dingen richte ich mein Augenmerk auf die Reliefs eines gewissen Lorenzo Ghiberti. Ghiberti schuf die überaus meisterlichen und eindringlichen Reliefs an zwei der Portale des Baptisteriums zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Über sie habe ich bereits viel gelesen – aber es ersetzt eben nicht die Realität. Mal schaun, ob sie tatsächlich so schön sind, wie sie schienen…

Sollten sich einige Leser fragen, ob auch Shopping auf dem Programm steht, so beantworte ich das mit: Ja! Aber Shopping im klassischen Sinne wohl eher weniger. Mir sind die italienischen Dolci viel wichtiger als so manches Reisesouvenir…!

 

In diesem Sinne verabschiede ich mich (vorraussichtlich) für die nächsten Tage, wünsche Dir/Ihnen, lieber Leser eine schöne Zeit und verbleibe mit herzlichem Gruß,

auf bald,
Ihre/Eure Allics

 

 

P.S.: Ein Reisebericht wird sicherlich folgen…!